Oktober

Pflanze des Monats Oktober 2006 – Echte Walnuss


Botanischer Name: Juglans regia L.

Deutscher Name: Echte Walnuss

Englische Namen: Walnut, Persian Walnut

Pflanzenfamilie: Juglandaceae (Walnussgewächse)

Heimat:
Beheimatet ist der Walnussbaum in China, Zentralasien und Südeuropa. Mittlerweile ist er aber auch in ganz Europa, Nordafrika, Nordamerika und Ostasien kultiviert.

Botanik:
Juglans regia ist ein sommergrüner, meist breitkroniger Baum bis etwa 30 m Höhe, und er kann bis zu 600 Jahre alt werden.
Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit 3-5 cm langem Blattstiel. Fiederblättchen 7-9 cm lang, länglich-oval bis breit-elliptisch, an beiden Enden verschmälert. Endfieder gestielt und deutlich größer als die übrigen. Im Austrieb rötlich, später oberseits mittel- oder dunkelgrün, unterseits heller und nur in den Nervenwinkeln wenig behaart. Riechen beim zerreiben nach Terpentin. Im Herbst ist das Laub wenig auffällig gelblich-braun.
Die Rinde ist graubraun bis schwarzgrau, die Borke längsrissig.
Die Walnuss ist ein einhäusiger Baum, sowohl männliche als auch weibliche Blüten sind auf dem selben Baum zu finden. Die männlichen Blüten sind in Kätzchen bis 15 cm lang, hängend ausgebildet. Die weiblichen Blüten stehen zu 2-5 am Ende von Jungtrieben. Dementsprechend sind die Früchte zu 2-3 endständig stehend. Sie sind rundlich-oval, grün, 4-5 cm lang. Die äußere Fruchtwand löst sich vom Steinkern.

Verwendung:
Medizinisch verwendet werden die gesammelten und getrockneten Laubblätter, die aufgrund ihres Gehaltes an Gerbstoffen in Form von Bädern oder Umschlägen äußerlich bei leichten Entzündungen der Haut oder zur Verminderung übermäßiger Schweißbildung der Hände oder Füße verwendet werden. Ältere Blätter und grüne Walnussschalen enthalten Juglon, das zu bräunlichen bis schwarzen Verfärbungen der Haut führen kann. Die Färbewirkung wird in der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Haarshampoos genutzt. Juglon erwies sich im Tierversuch als mutagen (erbgutverändernd). Die Bedeutung dieses Befundes für die äußerliche Anwendung ist noch nicht klar, daher sollte die Anwendung nicht zu häufig erfolgen. Die reifen Samenkerne oder das daraus hergestellte Walnussöl eignen sich wegen des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren als wertvolles Nahrungsmittel.
Zur Unterstützung einer cholesterinmindernden Diät dienen 8 bis 11 Walnusskerne täglich. Zu beachten ist allerdings das Walnüsse mehr Kalorien als Schokolade haben. Da der Anteil an den wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren größer als 70% ist, reichen ca. 50g/Tag, z.B. im Müsli oder im Salat, um nachweißlich die Cholesterinwerte zu senken und gleichzeitig einen Schutz vor Arteriosklerose bieten. Beachtlich ist ein hoher Gehalt an vermutlich krebshemmenden Stoffen sowie an B-Vitaminen.
Weiterhin eignet sich das Walnussöl sehr gut als Salatöl, sollte aber nicht zum Braten oder Kochen verwendet werden. Das Öl findet auch technische Nutzung und auch das dunkelbraune Holz wird als Furnier und Möbelholz sehr geschätzt.
Hauptproduzent von Walnüssen sind die USA und China.

Im Botanischen Garten Wuppertal steht der Baum in der Nähe des Steppengartens.

Text: Frank Telöken

Bild aus Wikipedia

Quellenangabe:
http://www.gartendatenbank.de/species/juglans-regia
http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0081
http://www.g-netz.de/Health_Center/heilpflanzen/walnuss/walnuss.shtml