Januar

Pflanze des Monats Januar 2011 – Banane


Botanischer Name: 
Musa x parasidiaca L.

Deutscher Name: Banane

Pflanzenfamilie: Musaceae (Bananengewächse)


Herkunft:

Die Familie Musaceae besteht aus sechs Gattungen mit über 220 Arten und kommt in den Tropen und Subtropen vor. Man findet sie häufig in Nierungen und den unteren Bergregionen. Einige Arten können allerdings auch in Höhen von 1500-2000 m vorkommen. In den Tropen der Alten Welt sind etwa 60 Arten der Gattung Musa verbreitet. Untere ihnen M. acuminata und M. balbisiana, aus der Kreuzung die Hybride Musa x parasidiaca.


Botanische Merkmale:

Die Musa bildet einen Scheinstamm, der aus ineinandergeschachtelten Blattstielen besteht. Er kann, je nach Art, bis zu 15 m hoch werden.
Die großen, spiralig angeordneten Blätter werden am Blattrand nur durch einen dünnen Blattnerv gefestigt, der bei ungünstigen Witterungsverhältnissen leicht Schaden nehmen kann. In Folge reißt das Blatt an vielen Stellen oft bis zur Blattmittelrippe ein.
Der endständige, leicht nickende Blütenstand, der sich aus der Mitte des Scheinstammes schiebt, besteht aus einer sehr lang wachsenden Achse mit spiralige gestellten Brakteen (Hochblätter), in deren Achseln sich in Gruppen von Blüten entwickeln. Die ersten zehn und mehr Brakteen bilden bei den Wildarten zwittrige, bei den kultivierten Dessert- und Mehlbananen weibliche Blüten aus, ihnen folgen dann bis zur Spitze des Blütenstandes Brakteen mit männlichen Blüten. Die aus den Blüten eines Hochblattes hervorgegangenen Früchte nennt man allgemein „Hand“. Sie besteht aus 10-16 Einzelfrüchten.
Noch während der Fruchtreife bilden sich bei Musa x parasidiaca und den meisten Züchtungen und reinen Arten aus den Wurzelrhizomen neue Triebe, die, nachdem der „Mutterstamm“ einmal Frucht getragen hat und dann abgestorben ist, als neue Pflanze heranwachsen.


Verwendung, Haltung und Pflege:

Die Banane ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen. In ihrer Verwendung unterscheidet man zwischen Obst-, Dessert- oder Mehlbanane.
Obstbanane schmecken, je nach Reifegrad, mehr oder weniger süß und werden roh verzehrt. Mehlbananen dagegen werden gekocht, gebacken und gebraten, getrocknet und zu Mehl zerrieben. Aus Musa basjaoo und Musa textilis wird Hanf gewonnen, der bei der Herstellung von Schiffstauen und Hanfsäcken Verwendung findet.
Außerdem verwenden Naturvölker die Blätter für den Hausbau und für Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens.
Hauptanbaugebiete sind Mittel- und Südamerika, West- Ostamerika, Indien, Südostasien und die Kanaren.

In unseren Breitengraden sind Bananen in Wintergärten oder Gewächshäusern zu kultivieren, da sie wärmere Temperaturen benötigen. Aus verschiedenen Botanischen Gärten ist allerdings bekannt, dass es einige Arten gibt ( z. B. M. basjoo und M. balbisiana) die im Weinbauklima und geschützten Lagen eine Frosthärte aufweisen. Es frieren zwar nahezu alle oberirdischen Teile, je nach Winterstärke, zurück, jedoch die Pflanze wieder gut aus ihrem Wurzelstock aus. Diese sollte man allerdings nicht verallgemeinern, da dies natürlich auch mit einem genetisch an tieferen Temperaturen gewöhntes Pflanzenmaterial (aus Höhenlagen) zu erklären ist.

Die Banane soll bei hoher Luftfeuchtigkeit hell stehen.
Mittlerweile sind im Blumenfachhandel kleiner bleibende Musa- Züchtungen erhältlich, die auch in Wintergärten gehalten werden können.
In mittlerschwerer Erde bei Mäßiger Kali- Phosphor betonter Pflanzen Düngung und genügender Wasserversorgung, kann man sich lange an den schönen Pflanzen erfreuen.
Text: Peter Christians, im September 2001

Foto: Prof. Dr. Manfred Brusten

Literatur:
Urania Pflanzenreich und Werbung, O.: Die Pflanzenwelt
Zander, Handwörterbuch der Pflanzennamen, Ulmer Verlag

Internet:
http://www.gartencenter.de/service/pflanzen-lexikon/eintrag/banane.html