Februar

Pflanze des Monats Februar 2012 – Heckenkirsche


Botanischer Name:
Lonicera x purpusii Rehder

Deutsche Namen: Heckenkirsche, Winterheckenkirsche, Geißblatt, Wintergeißblatt

Englischer Name: Winter Beauty

Pflanzenfamilie: Caprifoliaceae (Geißblattgewächse)


Heimat/Geschichte
:

Die Heckenkirsche (Lonicera x purpusii Rehder) ist eine Hybride der aus China stammenden Lonicera fragantissima und Lonicera standishii. Sie ist vor 1920 im Botanischen Garten von Darmstadt entstanden.
Die Gattung Lonicera ist als Strauch oder Schlingpflanze in den gemäßigten Zonen auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde verbreitet.
Sie ist nach dem Arzt und Naturwissenschaftler Adam Lonitzer (1528-1586) benannt. Die deutsche Bezeichnung „Geißblatt“ lässt sich nicht mit Sicherheit eindeutig erklären.


Botanik:

Die Heckenkirsche (Lonicera x purpusii Rehder) gehört mit etwa 200 Arten der Gattung Lonicera zur Familie der Caprifoliaceae (Geißblattgewächse).
Sie ist ein dicht verzweigter, frostharter, laubabwerfender bis wintergrüner, aufrechter Strauch von 2-3 Metern Höhe und mindestens solcher Breite, mit überhängenden, markgefüllten Ästen.
Die oval – elliptischen, zugespitzten, gegenständigen, oberseitig dunkelgrünen, unterseitig blaugrünen Blätter sind 5 bis 10 cm lang. Außer an den unterseitig behaarten Nerven sind sie kahl.
Die stark, beinahe tropisch nach Honig duftenden und frühe Insekten anlockenden, zwittrigen Blüten erscheinen oft schon im Dezember. Die Hauptblütezeit ist aber von Februar bis April.
Die rein weißen, viel Nektar enthaltenen, kurzstieligen Röhrenblüten enden in 5 Zipfeln.
Sie haben außerdem 5 auffällige Staubblätter und einen langen Griffel, der in einer kopfigen Narbe endet. Die Blüten stehen zu 2-4 in achselständigen, langstieligen Büscheln. Stehen die Blüten paarweise, können die unterständigen Fruchtknoten miteinander verwachsen.
Aus dem 5-fächerigen Fruchtknoten entwickeln sich während des Sommers rote, glänzende wenigsamige Beeren. Die Beeren sind ungenießbar für den Menschen und verursachen bei Verzehr Übelkeit.
Von Schädlingen und Krankheiten wird der robuste Strauch nicht befallen.


Standort/Verwendung/Pflege:

Die Heckenkirsche (Lonicera x purpusii Rehder) wächst auf fast allen wasserdurchlässigen Böden in voller Sonne oder im Halbschatten. Sie ist anspruchslos. Da ihr starker Duft noch in etwa 10 m Entfernung wahrgenommen wird, ist sie ein attraktiver Winter- und Vorfrühlingsblüher.
Sie sollte deshalb in keinem Park und Garten fehlen.
Als Solitärgehölz eignet sie sich nicht so gut, da sie im Sommer unscheinbar wirkt. In Heckenbepflanzungen bietet sie jedoch auch guten Sichtschutz.
Die Heckenkirsche wird vorwiegend vegetativ durch Stecklinge vermehrt.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Nur bei „Vergreisung“ sollte zurückgeschnitten werden.
Die duftenden Zweige halten sich im Winter ein paar Tage in der Vase und machen jedes Raumspray überflüssig.

 

Text: Barbara Lawatsch 01/12

Foto: Prof. Dr. Manfred Brusten

Quellenangabe:
Krüssmann, Gerd:
Handbuch der Laubgehölze, Band II
Paul Parey in Berlin u. Hamburg, 1977

Botanisches Institut Bonn:
DuMont’s Große Pflanzenenzyklopädie, Band II
DuMont, Köln, 1998

Bärtels, Andreas:
Enzyklopädie der Gartengehölze
Eugen Ulmer, Stuttgart, 2001

http://de.wikipedia.org/wiki/Heckenkirsche

http://www.helmers.de/pflanzen/Laubgehoelze/lonicera_purpusii.php

http://stauden-ksv.de/blogs/index.php?blog=2&title=lonicera_purpusii_die_duftende_winter_he&more=1&c=1&tb=1&pb=1

http://www.hauenstein-rafz.ch/de/pflanzenwelt/pflanzenportrait/laubgehoelze/Winterbluehendes-Geissblatt-Lonicera-purpusii.php